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Impfen und Faschismus | Von Markus Fiedler

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01 Dec 2021

Schon 1874 hat der Reichskanzler Bismarck eine Pocken-Impfpflicht mit knapper Mehrheit im Reichstag durchgedrückt. Damals debattierten die Abgeordneten über fünf lange Sitzungen hinweg sehr kontrovers über das Thema.

Ein Standpunkt von Markus Fiedler.

Im Zentrum des verbalen Schlagabtauschs stand der Maßnahmenstaat auf der einen Seite. „Der Staat habe die ‚Pflicht, die Freiheit des Einzelnen soweit einzuschränken, als es das wohl erkannte Interesse der Gesamtheit erfordere‘“. Damit wurde die Einführung einer Impfpflicht gefordert.

Außerdem wurden in der Argumentation die Menschenrechte des Einzelnen hinter die angenommenen Rechte der Mehrheit zurückgestellt. Das ist ein Wesensmerkmal des Faschismus.

Auf der anderen Seite standen die Menschenrechte und insbesondere das „Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Leib“.

Der Historiker Prof. Dr. Malte Thießen spricht davon, dass mit der Impfpflicht der „interventionistische Staat“ und seine Aufgabe der „Daseinsvorsorge“ konzipiert wurden.

Zur Geschichte des Impfens gibt es mehrere bemerkenswerte Veröffentlichungen aus seiner Feder.

Wir besprechen hier eine schon ältere Schrift aus 2013. Es handelt sich um den Aufsatz: „Vom immunisierten Volkskörper zum‚ präventiven Selbst‘. Impfen als Biopolitik und soziale Praxis vom Kaiserreich zur Bundesrepublik“, erschienen in den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte aus dem De Gruyter-Verlag.

Darin finden wir folgenden Satz: „[Die Impfprogramme] schufen […] die Vorstellung von der Notwendigkeit einer Optimierung der Gesellschaft – und begründeten einen staatlichen Erziehungsanspruch gegenüber dem Einzelnen.“ Und weiter: „Zeitgenössisch formuliert gaben sie dem modernen Staat ein Instrument zur Erfassung, Planung und „Veredelung“ des „Volkskörpers“ an die Hand.“

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