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Pädophilen-Debatte der Grünen - 1980...

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pilt
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20 Mar 2021

Sendung vom ⁣6. Februar 2014
DokID ⁣2959

Transkript:
⁣0:00 Der Gründungsparteitag der Grünen in Karlsruhe 1980


0:04 Ein bunter Haufen versucht sich zusammenzufinden. Wenig später beschließt die junge Partei ihr Grundsatzprogramm. In diesem finden sich Passagen, denen sich die Grünen erst jetzt stellen.

0:14 Sex mit Kindern soll straffrei sein - sofern keine Gewalt angewendet oder angedroht oder ein Abhängigkeitsverhältnis missbraucht wird.

0:22 Als die Grünen in Hamburg 1982 das erste Mal in die Bürgerschaft einziehen, findet sich dies auch in ihrem Wahlprogramm wieder.

0:30 Sexuelle Beziehungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sollen nicht generell Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung sein.

0:37 Die Hamburger Grünen treten ein für eine freie kindliche Sexualität. Inklusive "Liebe machen", um den Umgang mit ihrer Lust zu lernen.


0:45 [Katharina Fegebank, Landesvorsitzende DIE GRÜNEN]
"Als uns klar wurde, was bei uns im Programm steht oder 'Hamburg' genannt wurde - in der öffentlichen Debatte, haben wir uns kurz vor der Bundestagswahl befunden und da hab' ich mich, ganz ehrlich gefragt, wieso wird denn jetzt uns dieser ganze Mist hier vor die Füße geworfen?"

0:59 Inzwischen haben die Grünen ein Forscherteam beauftragt, die eigene Geschichte aufzurollen.


1:04 Prägend dafür waren die Schwulenbewegung, das Eintreten für Minderheiten aller Couleur, das Aufbäumen gegen staatliche Repressionen und: ein klares Ja zur sexuellen Befreiung.


1:15 [Marco Carini - ehemaliges Mitglied der Grünen]
"Wir sind sozusagen aus 'ner sehr verkrusteten Sexualmoral gekommen, wo quasi Menschen erst ab 18 Sexualität zugesprochen wurde, wo aber auf der anderen Seite 'Vergewaltigung in der Ehe' ganz normal und kein Straftatbestand war. So, dann gab's 'ne Phase, wo auch ganz viele Wissenschaftler gesagt haben: Es gibt, a: 'ne kindliche Sexualität und b: das unter Strafe zu stellen, diese ganze Heimlichtuerei, das ist vielleicht schwieriger, als die Sache selbst - so. Das war schon fast 'n Stück gesellschaftlicher Mainstream."


1:42 Doch zu rekonstruieren, wie pädophiles Gedankengut Teile der Partei umtrieb, stellt die Forscher vor große Schwierigkeiten.


1:48 Die Grünen waren in ihrer Anfangsphase alles Andere, als gut organisiert.

1:53 Dokumente gibt es kaum noch - und die Erinnerungen der Zeitzeugen sind sehr lückenhaft.


1:57 [Stephan Klecha (Demokratieforscher)]
"Warum erinnert man sich nicht an diesen Diskurs, der doch relativ prominent vertreten war. Nicht dominantes Thema bei den Grünen aber, häufig anzutreffen. Und das mach so ein bisschen die Schwierigkeit aus, dass man feststellt, man kommt auf ein Thema, wo man eigentlich doch mehr wissen müsste. Und dann kommt natürlich die besondere Emotionalität bei dem Thema dazu, weil, wir reden ja nicht über Pädophilie, sondern, es ist ja immer eng verknüpft mit der Frage von sexuellem Missbrauch."


2:22 Und deshalb beobachten Opfer von sexuellem Missbrauch die Aufklärungsdebatte bei den Grünen besonders kritisch.


2:28 Denn obwohl sich die Partei der inhaltlichen Aufarbeitung jetzt stellt, hat das pädophile Gedankengut und seine Vertreter viele Jahre, nicht nur bei den Grünen, weiter unbeobachtet vor sich hinschlummern dürfen.


2:38 [Angelika Oetken (Missbrauchsopfer)]
"Das hat man heute in der Diskussion auch gemerkt, das zieht ganz weite Kreise. Das ist jetzt keine, nicht die Grünen warnende Partei der Täter oder so was - ist Quatsch. Aber, sie haben, wie viele andere Institutionen im unserem Land, dazu beigetragen, dass wir heute Probleme haben, Opfern Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen. Das wir in vielen Bereichen Probleme haben und dass wir die nur sehr schwer lösen können."

3:03 Und so wirkt dieser eine große Fehler der Vergangenheit, nicht nur bei den Grünen, bis heute fort.

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